Hautkrebs

Diagnose-Methoden zur Erkennung von Hautkrebsen
Welche Arten von Hautkrebsen gibt es?
Die ersten beiden dieser 3 Hautkrebsarten haben Vorstufen


   

Keine Krebsart zeigt eine schnellere Zunahme als der Hautkrebs –ein Wachstum von über 7 % pro Jahr. Was ist die Ursache? Sie liegt in erster Linie wohl darin, dass sich die Menschen in den vergangenen Jahren immer unvorsichtiger der Sonne ausgesetzt haben. Weitere Faktoren, wie Zunahme der UV-Strahlung, etc. könnten eine zusätzliche Rolle spielen.

 

„Braun-sein ist heute noch „in“ – aber besser ist: „zu
Dr. Braun gehen“. Denn alle Sonnenanbeter und Frei-
luftmenschen sind gefährdet für Hautkrebs – die Haut
„vergisst nichts“

Noch vor 150 Jahren war „Weiß-sein“ „in“. Damals
gingen die Menschen vernünftiger mit der Sonne um
und schützten sich mit Sonnenschirmen, wie Spitz-
weg treffend darstellte.
  

 

"Vorsorge ist besser als heilen"
Deshalb empfehlen wir regelmäßige Vorsorge-Unter-
suchungen. Mit unseren modernsten Diagnosemet-
hoden wie z.B. der computergestützten Video-Auf-
lichtmikroskopie sind wir in der Lage, den Hautkrebs
oder seine Vorstufen schon im Frühstadium zu er-
kennen.

Dr. Braun bei der Video-Bild-Untersuchung eines
Muttermals (welches im Hintergrund vergrößert
auf dem Monitor zu sehen ist)

Diagnose-Methoden zur Erkennung von Hautkrebsen

  • Klinische Erfahrung des Facharztes für Dermatologie
      
  • Auflichtmikroskopie:
    mit einem auf die Haut aufgesetzten Handmikroskop lässt sich Struktur und
    Wesen einer verdächtigen Hautveränderung viel genauer beurteilen als mit
    dem bloßen Auge.
      
  • Computergestützte Video-Auflichtmikroskopie:
    ein Spezialmikroskop wird auf die Haut aufgesetzt. Dadurch können Muttermale
    bis zu 80-fach vergrößert u. genau vermessen werden. Eine daran angeschlos-
    sene Videokamera speichert die Bilder der mikroskopischen Muttermalaufnah-
    men. So können mit einem speziellen Diagnose-Raster verdächtige Muttermale
    oder Hautkrebse, die operativ entfernt werden müssen, besser von harmlosen
    Muttermalen oder anderen Hautgewächsen unterschieden werden.
    Infos zu "Hautveränderungen" und "Hautkrebs"
      
  • Photodynamische Diagnostik (PDD):
    Krebsverdächtige Hautstellen können mit einer Lampe, die „Schwarzlicht“ aus-
    sendet, genau abgegrenzt werden. Diese PDD-Diagnostik hat gegenüber an-
    deren Diagnoseverfahren den Vorteil, dass durch das Einwirken der ALA-Salbe
    auch bisher mit dem blossen Auge, der Lupe oder dem Hautmiskroskop noch
    nicht sichtbare beginnende Hautkrebsstellen sichtbar gemacht werden können.
      
  • Probebiopsie (Gewebeprobe) und histologische Gewebe-Untersuchung

Welche Arten von Hautkrebsen gibt es?
  Wir unterscheiden im Groben 3 Arten von Hautkrebs:

  1. Der seltenste, aber gefährlichste ist der „schwarze Hautkrebs“, das
    Maligne Melanom
    . Unbehandelt siedelt es sehr schnell tödliche Tochter-
    geschwülste (Metastasen) aus, die sich über Lymph- und Blutbahn im Kör-
    per verbreiten.
      
  2. Der „weisse Hautkrebs“ oder Stachelzellkrebs, das Spinaliom.
    Er siedelt nicht so schnell und häufig wie das Melanom Tochtergeschwülste
    ab, kann nach einiger Zeit des Bestehens jedoch solche Metastasen über die
    Lymphknoten und –gefäße verbreiten.
      
  3. Der „Basalzellkrebs“, Basaliom oder Basalzellkarzinom. Er ist der „gut-
    mütigste“ aller Hautkrebse und bildet keine Metastasen. Er dringt aber aggres-
    siv in das Gewebe ein und wächst dort zerstörend weiter, u.U. bis zu den
    Knochen. Wird er zu spät erkannt, können schwierige und aufwendige Opera-
    tionen nötig sein, um ihn zu entfernen.

Die ersten beiden dieser 3 Hautkrebsarten haben Vorstufen

  1. Vorstufen des Malignen Melanoms sind:
    a. Das „Muttermal mit Zellveränderung“ oder der dysplastische Naevus.
    Dieses Muttermal ist zwar in diesem Stadium noch kein Hautkrebs, kann
    sich (muß sich aber nicht) zu einem Melanom weiterentwickeln. Wie lange
    dies dauert und ob dieser Fall eintritt, kann nicht im Voraus gesagt werden.
    Man kann sich dies ungefähr als schlummernde Zeitbombe vorstellen, bei
    der keiner weiß, ob und wann sie losgeht. Auf jeden Fall sollte ein solches
    Muttermal mit Zellveränderung baldmöglichst operativ entfernt werden.
      
    b. Das „beginnende Melanom“ oder Melanoma in situ:
    Hier handelt es sich schon um ein echtes Melanom, welches zum Glück
    aber noch in der obersten Zellschicht der Haut (Epidermis) liegt, noch keinen
    Anschluss an Lymph- und Blutgefässe hat und deshalb auch noch keine Me-
    tastasen absiedeln kann. Somit ist es in diesem Stadium durch eine recht-
    zeitige Operation noch zu 100 % heilbar. Es ist aber 5 vor 12!
      
  2. Die Vorstufe des Spinalioms ist der sog. „beginnende weisse Hautkrebs“,
    das Carcinoma in situ vom Typ der solaren Keratose. Nach unseren Erfahrungen
    ist dies der häufigste Hautkrebs. Hierbei handelt es sich nach neuen Erkennt-
    nissen um einen echten Tumor der Haut in einem sehr frühen Stadium. Ebenso
    wie das Melanoma in situ ist er in diesem Frühstadium noch nicht invasiv: d.h.
    er befindet sich zwar in der tieferen Schicht der Oberhaut (Stachelzellschicht),
    ist aber noch nicht durch die Basalmembran , die wie eine schützende Folie
    unter der Oberhaut liegt, in die tieferen Schichten der Unterhaut eingebrochen.
    Somit ist er durch eine schützende Folie (Basalmembran) noch von den tiefer
    in der Haut liegenden Lymph- und Blutgefässen getrennt. Somit kann deshalb
    auch das beginnende Stachzellkarzinom noch keine Metastasen absiedeln.
    Es ist also wie eine Art terroristischer „Schläfer“, der noch in der oberen Haut-
    schicht ruht, irgendwann einmal jedoch aktiviert werden, sich zum Stachzell-
    krebs weiterentwickeln und destruktiv in die Tiefe wachsen kann. Wird ein sol-
    cher beginnender weisser Hautkrebs vom Stachelzelltyp nicht rechtzeitig be-
    handelt, bricht er dann doch in ca.10-20 % der Fälle durch die schützende
    Basalmembran nach unten und wandelt sich um in einen aggressiven, tiefer-
    gehenden Hautkrebs (Spinozelluläres Karzinom der Haut). Wird er weiterhin
    nicht behandelt, kann er sich lebensbedrohlich über die Lymphknoten in den
    ganzen Körper ausbreiten und dort die Organe zerstören.
      
  3. Der Basalzellkrebs hat keine Vorstufe und beginnt sich gleich als solcher
    zu entwickeln und langsam zu wachsen.