"Zornesfalten": tiefe vertikal eingegrabene Falten verleihen auch einem positiven Menschen oft ein trauriges, leidvolles Aussehen.



Dieselbe Pat. nach 1 Behandlung mit Reviderm

Diese sind gentechnisch hergestellte natürliche Polysaccharide
(Mehrfach-Zucker), die biologisch im Gewebe aller Säuge-
tiere vorkommen, aber auch im Menschen, so als Kittsubstanz 
zwischen den Zellen z.B. in der Haut, in der Gelenkflüssigkeit, 
im Knochen und im Auge. Hyalurunsäure kann deshalb ohne vorherigen Hauttest injiziert werden und wird ebenso wie Kol-
lagen in die intradermal gespritzt. Im Zuge der natürlichen
Hautalterung und durch Lichtschäden nimmt der natürlichen
Hyaluronsäure-Gehalt und damit die Elastizität der Haut ab, 
was durch die Injektion unter die Falten wieder ausgeglichen 
wird.

Mit Reviderm steht uns ein neues biologisches Mikroimplantat 
zur Verfügung, das aus flexiblen Dextran-Perlen besteht, welche 
in hochgereinigter Hyaluronsäure suspendiert sind (quasi "schwim-
men"). Reviderm wird etwas tiefer gespritzt und eignet sich also auch für die tieferen Falten. Es kann hierbei nach der Injektion selten zu etwas stärkeren Schwellungen und Rötungen kommen, die jedoch nach 1-2 Tagen wieder abklingen. Da Reviderm bio- logisch abbaubar und nicht tierischen Ursprungs ist, ist kein Allergietest erforderlich
.


Falten an der Oberlippe vor ...

... und nach Unterspritzen mit 
Reviderm.


Kollagene wie Zyderm und Resoplast werden aus hochgereinig-
ten, kontrollierten BSE-freien Häuten von Kälbern oder Rindern gewonnen. Wenngleich die Allergierate unter 1 % liegt, ist eine Testung 4 Wochen vor der Unterspritzung empfehlenswert. Die richtige intradermale Injektionstechnik in die oberste Schicht der Dermis ist Voraussetzung für den Behandlungserfolg, der aller-
dings meist nur ca. 6-8 Monate anhält.


Auch hier Oberlippenfalten, die ein strenges Aussehen verleihen, vor ....

... und nach Unterspritzen mit 
Kollagen.

  • New Fill
  • Aquamid

 

Eigenfett: Lipostructuren (früher: Lipofilling)
Eigenfett ist das biogischste aller Materialen, mit denen man 
Falten unterspritzen kann. Es ist Fettgewebe aus dem eigenen Körper. Dieses wird mit einem aufwendigen Verfahren von den umgebenden Bindegewebsfasern gereinigt. Anschließend wird 
es steril gelagert und eingefroren. Dadurch kann es für längere 
Zeit aufbewahrt werden. Meist wird eine größere Menge von Eigenfett gelagert. So kann es jederzeit aufgetaut werden, und mehrere Folgebehandlungen sind möglich.
siehe auch unter Eigenfett

 

Wie wird Eigenfett gewonnen?
Es wird durch eine Fettabsaugung gewonnen. Diese kann entweder nur zur Gewinnung von Eigenfett erfolgen. Oder die Fettabsaugung kann gleichzeitig zur Körperformung (Liposculpturing) eingesetzt werden. siehe auch unter Eigenfett

 

Wie wirkt Eigenfett?
Eigenfett wird mittels einer dünnen Kanüle im Bereich der Falten unter die Haut gespritzt. Dadurch füllt es die Falten von unten auf. Auf Dauer wird das Eigenfett vom Körper jedoch wieder abgebaut. Seine Langzeitwirkung besteht jedoch darin, dass das einge-
spritzte Eigenfett auch die Neubildung von kollagenen Binde-  gewebsfasern im Bereich der Falten anregt. Diese werden nicht mehr abgebaut, weshalb die Eigenfettbehandlung - vor allem bei wiederholter Durchführung - auch langfristig positive Resultate 
zeigt. Die Kosten sind jedoch höher als bei kommerziellen Materialien zur Faltenunterspritzung, vor allem wegen der auf-
wendigen Gewinnung (Fettabsaugung), Präparation und Lagerung.
siehe auch unter Eigenfett

Synthetische  Materialien, wie z.B. Artecoll weisen zwar einen guten Langzeiteffekt auf, beinhalten aber auch ein höheres Risiko einer Fremdkörperreaktion oder isolierter Verhärtungen. Der dauer- hafte Erfolg der Therapie kann gefährdet werden, wenn sich durch starke mimische Aktivitäten die injizierten Füllmaterialien in tiefere Hautschichten verschieben, so dass u. U. die Injektion wiederholt werden muss.

Liegen tiefe Falten (Glabella- und Nasolabialfalten) vor, ist jedoch am ehesten bei Anwendung alloplastischer Materialien mit einem dauerhaften Therapieeffekt zu rechnen.
Eine dieser Substanzen besteht beispielsweise aus einer sterilen Suspension von PMMA-Mikrosphären (Polymethylmethacrylat) in einem bovinen Kollagen mit Lidocain-Zusatz (Artecoll).. Man kann sich den Mechanismus so vorstellen, daß die ultrakleinen, (ca. 4 Hundertstel Millimeter messenden) Acrylat-Kügelchen das Kol-
lagen vor dem Abbau durch die körpereigenen Enzyme schützen.
Es wird vor allem für den Ausgleich von Stirn- und Glabella- ("Zornes")-falten, Nasolabialfalten sowie zur Augmentation (Vergrößerung) der Lippen verwendet. Nicht geeignet ist Artecoll 
zur Behandlung von Krähenfüßen sowie Falten unter sehr dünner, atrophischer Haut.
  
Wichtige Voraussetzung für ein gutes Ergebnis der Faltenkorrektur ist eine korrekte subdermale Injektionstechnik durch den erfahrenen Arzt, denn das Material muss in die retikuläre Dermis (1 - 2 mm unter der Falte) gespritzt werden (keine Überkorrektur!).

Der Behandlungseffekt zeigt sich erst nach einigen Wochen - durch eine begrenzte Fibroblastenaktivität und den Stimulus zur Bildung körpereigenen Kollagens. Es empfiehlt sich eine fraktionierte Be- handlung (ein bis drei Sitzungen) in Abständen von sechs bis acht Wochen, bis das gewünschte Augmentationsniveau erreicht ist.
Wie bei allen Füllmaterialien animalischen Ursprungs kann es (allerdings extrem selten) zu allergischen Reaktionen kommen, 
die meist komplikationslos wieder verschwinden. Daher sind eine sorgfältige Anamnese sowie - in Ausnahmefällen, v.a. bei be- kannten Allergikern - eine Subkutan-Testung 4 Wochen vor Behandlung zu empfehlen.

Mehr über die weiteren Methoden erfahren Sie hier ...