Viele Menschen mit ähnlichen Hautveränderungen leiden unter 
solchen weithin sichtbaren Feuermalen. Es gibt auch viele Kinder, 
die solche roten Hautveränderungen wie Feuermale seit der Ge-
burt mit sich herumtragen, und gerade oft an solchen auffälligen, 
dem Blick der Mitmenschen ausgesetzten Stellen wie Gesicht, 
Händen oder Armen.

Beim Feuermal, im medizinischen Fachausdruck Naevus flam-
meus
genannt, handelt es sich um eine angeborene Erweiterung 
der kleinen Hautblutgefäße (Kapillaren). Zwar ist diese Hautver-
änderung zum Glück nicht erblich, aber für die Betroffenen dennoch
schlimm genug. Man nimmt an, daß die angeborene Weitstellung 
der Gefäße auf Schäden kleinster Nerven zurückzuführen ist, die 
dafür sorgen, dass sich die kleinen Blutgefäße in der Haut nach 
einer Erweiterung (wie z.B. sie natürlich beim „Erröten“ vorkommt) 
auch wieder zusammenziehen. Wenn diese Nerven nicht arbeiten, 
sind die Äderchen immer auf maximale Weite gestellt, weshalb 
sich ein sonst kurzfristiger Vorgang wie das Erröten nicht mehr
rückgängig zu machen ist. Ungefähr ein Kind unter 1000 wird mit 
einem solchen Feuermal geboren, welches anfangs vielleicht manchmal nur etwas blaß-rosa schimmert, so daß viele Eltern 
hoffen, es würde ganz verschwinden. Meistens ist jedoch das 
Gegenteil der Fall: Mit zunehmendem Alter werden die Feuermale 
tief dunkelrot bis purpurfarben. 

Aus diesem Grunde suchte man intensiv nach neuen Lasern, die 
ein Licht ausstrahlten, welches ausschließlich nur die Blutgefäs-
se
der Haut erreicht. Erst nach 1990 schaffte man mit dem Farb-
stofflaser den Durchbruch
: Sein ganz spezielles Lichtspektrum 
sorgt jetzt dafür, daß nur die kleinen Gefässe in der Haut getroffen werden, während das umliegende Bindegewebe ebenso unversehrt bleibt wie die Nervenzellen oder Haar- oder Schweisszellen. Somit 
trifft der voll- ständig parallele und gebündelte Lichtstrahl des ge-
pulsten Farbstoff- lasers nur die roten Blutkörperchen und zerfetzt 
sie innerhalb eines extrem kurzen Impulses von weniger als einer millionstel Sekunde in unzählige kleine Teilchen, die dann von den Körperzellen abgebaut werden können.

Diese Behandlung hat sich auch deswegen durchgesetzt, da sie 
nur wenige Minuten dauert, wesentlich weniger schmerzhaft ist als 
die frühere Argonlasertherapie und das Risiko der Narbenbildung 
wie bei den früheren Behandlungen mit Röntgenbestrahlung.
  

  
  
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