Können alle Hautkrebse mit Laser behandelt werden?

Nein. Sie sollten es zumindest nicht. Nicht alle Hautkrebse sind für eine Behandlung mit dem Laser geeignet. So sollten die bösartigen schwarzen Hautkrebse (Melanome) und deren Vorstufen ebenso operativ mit dem Skalpell entfernt werden wie die Basalzellkrebse (Basaliome). Dies gilt auch für das Vollbild der Stachzellkrebse (Spinaliome).
  
Etabliert hat sich jedoch die Laserbehandlung flacher beginnender Stachzellkrebse (Spinozelluläre in-situ-Carcinome) vom Typ der Solaren Keratosen, die vor allem bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr relativ häufig vorkommen.
  


Eine unscheinbare, gerötete
Stelle an der Schläfe eines
Mannes, dennoch: begin-
nender Hautkrebs
(Carcinoma in situ).

3 Wochen nach 1 Behandlung mit dem Erbiumlaser sieht man eine narbenlose Abheilung.

   
Wie funktioniert die Laserbehandlung von Hautkrebsen im Frühstadium ?
Die Laserbehandlung mit dem Erbium-YAG-Laser zur mikrofeinen
Abtragung von beginnenden weissen Hautkrebsen vom Stachel-
zelltyp hat sich in den letzten Jahren als eine sanfte, elegante
und gleichzeitig sehr sichere Heilmethode mit besten medizi-
nischen und kosmetischen Resultaten etabliert.

Der Erbium-Laser ist das feinste, heute existierende "Mikro-Skalpell" und erlaubt es, die geschädigte Haut punktgenau Schicht für Schicht (bis zu wenigen Hunderstel Millimeter) narbenlos und ohne Hitzeeinwirkung durch "kaltes" Verdampfen abzutragen.

  
Wie verläuft die Laserbehandlung?
Der Eingriff ist im allgemeinen wenig schmerzhaft, so daß in vielen Fällen eine Anästhesie nicht nötig ist oder eine vorher aufgetragene örtliche .Betäubungscreme genügt, ggf. auch in Kombination mit einer kleinen örtlichen Betäubung. Bei der Heilung sieht man zuerst eine Schorfbildung, später wenn der Schorf nach 6-10 Tagen abgefallen ist, eine Hautglättung.
  


Beginnender Stachzellkrebs vor...

 

....und 2 Wochen nach der narbenfreien Entfernung mit dem Erbium-Laser

 


Beginnender Hautkrebs an 
der Wange vor...

 

..und nach der narbenlosen
Entfernung mit dem Erbium-
Laser, mit lediglich 1 Behand-
lung. Hier war es höchste 
Zeit für die Behandlung.

 

 

Die Glatze dieses Mannes
war jahrelanger Sonnenein-
wirkung ausgesetzt. Hier
sind sehr viele kleinere be-
ginnende Stachelzellkrebse
zu behandeln.

 

 

4 Wochen nach der Behand-
lung mit dem Erbium-Laser
sind alle Stellen bis auf kleine
Rötungen abgeheilt.

 

 

Ein ähnlicher Fall:
Mehrere kleine beginnende
weisse Stachelzellkrebse
an Stirn und Schläfen dieses
Mannes vor ...

 

Und nach der Heilung durch
den Erbium-Laser .


Zum Aussehen und den Arten der verschiedenen Hautkrebse
siehe auch > DIAGNOSE > Hautkrebs >>

  

Wie zeigt sich ein beginnender Hautkrebs ?
Meist fühlt man sie vorher, bevor sie dem Auge auffällt: eine kleine rauhe, leicht gerötete Stelle, manchmal ähnlich einem Schorf. Dieser Schorf kann sich ändern: er kann verschwinden, vor allem wenn er mit einer Fettcreme behandelt wird, kommt aber doch immer wieder an derselben Stelle. Sehr verdächtig sind also kleine, ca. 3-5 mm große, manchmal schorfige Hautrötungen, die nicht mehr von selbst weggehen. Schon vorher können sich die Warnzeichen eines Lichtschadens der Haut bemerkbar machen: "Bunterwerden" der Haut mit Pigmentflecken oder auch kleinen weißlichen Stellen, Dünnerwerden der Haut mit Bildung von Falten, durchscheinenden Äderchen, Entstehung von blauen Flecken auch nach kleinsten Stößen, u.a. Solche Lichtschäden sind ernste Warnsignale. Die entsprechenden Menschen sind hochgradig gefährdet, bald beginnende Hautkrebse zu bekommen und sollten sich mindestens 1 x im Jahr gründlich von einem Hautarzt untersuchen lassen. Überwiegend sind Gesicht, Handrücken und Unterarme betroffen, also die Stellen, die am meisten dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Wenn eine solche Rötung oder solch ein Schorf nach Monaten nicht verschwindet oder immer wieder neu kommt, ist es höchste Zeit, zum Hautarzt zu gehen.
  

Was ist ein „weisser“ Hautkrebs im Frühstadium?
Ein weisser Hautkrebs im Frühstadium ist eine bösartige Neu-
bildung der Haut (Stachelzellkrebs bzw. Spinaliom), die vor allem
durch langjährige Einwirkung der Sonne ausgelöst wird. Bei dem
sogenannten spinozellulären in-situ-Carcinom handelt es sich um
einen beginnenden Hautkrebs. Hierbei handelt es sich nach neuen
Erkenntnissen um einen echten Tumor der Haut in einem sehr
frühen Stadium. In diesem Frühstadium ist er noch nicht invasiv:
d.h. er befindet sich zwar in der Oberhaut (Stachelzellschicht), ist
aber noch nicht durch die Basalmembran , die wie eine schützende
Folie unter der Oberhaut liegt, in die tieferen Hautschichten einge-
brochen. Als "in-situ-Carcinom" ist der Hautkrebs noch nicht gefähr-
lich. Seine vollständige Entfernung oder Zerstörung ist gleichbedeu-
tend mit einer sicheren Heilung. Erfolgt jedoch keine Behandlung,
kann der beginnende Hautkrebs die schützende Basalmembran der
Hautdurchbrechen und erreicht so das Bindegewebe mit seinen
Lymph- und Blutgefäßen. Bleibt eine Behandlung weiterhin aus,
so kann sich der tiefer reichende Hautkrebs (Stachelzellkrebs bzw.
das spinozelluläre Karzinom der Haut) über die Lymph- und
Blutbahn in den ganzen Körper ausbreiten und dort die Organe
zerstören.